Ortega
Ortega ist eine weiße Rebsorte, die 1948 von Hans Breider an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau in Würzburg gezüchtet wurde. Sie entstand aus einer Kreuzung der Sorten Müller-Thurgau und Siegerrebe und erhielt ihren Namen zu Ehren des spanischen Philosophen José Ortega y Gasset verliehen. Besonders verbreitet ist die Ortegarebe in Deutschland, vor allem in den Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz und Franken.
Die Rebsorte zeichnet sich durch frühe Reife und hohe Mostgewichte aus und eignet sich daher besonders für süße Weine, vor allem für Spät- und Auslesen. Ortega ist frosthart und ertragreich, was sie zu einer beliebten Sorte in kühleren Weinbaugebieten macht. Ortega-Weine sind bekannt für ihre intensiven Aromen von exotischen Früchten wie Mango, Ananas und Pfirsich sowie für ihre angenehme Säurestruktur. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich die Rebsorte auch für die Herstellung von edelsüßen Weinen. Ortega-Weine werden gerne als Dessertbegleiter oder als frischer Sommerwein serviert.